Blutegelbehandlung
Blutegel Behandlung
Eine andere Methode der Blutentziehung und Regeneration ist das Ansetzen von Blutegeln. Der Blutegel gibt Hirudin ab, einen Stoff, der die Blutgerinnung vermindert. Der Speichel enthält noch andere Stoffe die durchblutungsfördernd, antibiotisch und schmerzlindernd wirken.
Außer über den Blutverlust, der die gleichen positiven Wirkungen wie beim Aderlass hat, wirkt eine Blutegeltherapie noch entkrampfend, entzündungshemmend und stoffwechselanregend (z.B. in den Gelenken).
Die Hauptindikationen sind:
- Alle venösen Erkrankungen, wie Thrombophlebitis, parathrombotisches Syndrom, Krampfadern, Besenreiser etc.
- Ulcus Cruris (Unterschenkelgeschwüre)
- Gelenkerkrankungen, Rheuma
- Chronische Mittelohrentzündung, Mastoiditis (Knochenentzündung hinter dem Ohr)
Pro Behandlung werden je nach Erkrankung 2-10 Blutegel angesetzt. Jeder Blutegel saugt dabei
etwa 10ml Blut. Durch die bis zu 20 Stunden anhaltende Nachblutung können nochmals 40-50ml
Blut pro Egel ausgeleitet werden.