Aderlass nach den Mondphasen
In der alten Humoralpathologie wird durch den Aderlass das Blut von "schlechten Säften" gereinigt. Durch den Aderlass wird das Blut verdünnt und die gesunde Neubildung angeregt.
Die Wirkungsweise des Aderlasses beruht darauf, dass die entnommene Blutmenge sehr
schnell durch Zwischenzellflüssigkeit ersetzt wird. Dadurch kommt es zu einem starken
Verdünnungseffekt, was wiederum die Fließeigenschaft verbessert.
Als zweites wird die Blutneubildung angeregt. Durch eine Steigerung der weißen
Blutzellen kommt es zur Abwehrsteigerung und besseren Entgiftung.
Hildegard von Bingen stellte fest, dass durch die Beachtung der Mondphasen bestimmte Wirkungen gezielt verstärkt werden können.
Die Hauptindikationen sind:
- Blutstauungen
- Periphere und zentrale Durchblutungsstörungen bei erhöhten Haematokritwerten (zu dickes Blut) mit Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Schwindel.
- Schnellere Regeneration nach Infektionskrankheiten
- Als Frühjahrskur
- Manchmal bei Asthma Bronchiale
- Der Aderlass wird am liegenden Patienten durchgeführt. Je nach Alter, Konstitution und Erkrankung werden 50 - 500ml Blut aus der Armvene entnommen.